Logo © Dieter Gebhardt Das Ehrenamt in der Hospizarbeit
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Unsere Gesellschaft könnte ohne Ehrenamt, das ist freiwillig und kostenlos geleistete Arbeit, nicht funktionieren. In den Sportvereinen, den Musikvereinen, der freiwilligen Feuerwehr, den kirchlichen und den Interessen-Verbänden wird neben einem Dienst an dem „Gemeinwohl“ auch viel Gemeinsamkeit, Zugehörigkeit und Einsatzfreude erlebt. Das Miteinander, die freie Zeiteinteilung, der freiwillige Einsatz aus Überzeugung sind wohl die Hauptmotive dafür.

Das Ehrenamt in der Hospizarbeit unterscheidet sich von anderen Ehrenämtern dadurch, dass manchmal längere Zeit keine Anfrage ist. Wenn sie aber kommt, kann eventuell kurzfristig eine zeitliche Beweglichkeit nötig werden, um da-sein zu können, wo und wie erwünscht.

Für uns ist das Sterben ein wichtiger Teil des Lebens. So unterschiedlich die Menschen ihr Leben führen, so verschieden beenden sie es auch. In Ehrfurcht stehen wir immer wieder vor einem Geheimnis. Einfühlung und Liebe ist unsere Antwort.
Es ist wertvoll, wenn Angst und Enge bedrücken, nicht allein zu sein, und wenn Fragen und Bedenken auftauchen, jemanden zum Sprechen zu haben, der mit dem Herzen zuhört, nichts hinausträgt, mit aushält.

Auch wollen wir Angehörige und Pflegende, die sich oft bis zur Erschöpfung einsetzen entlasten, auch ihnen im Gespräch zur Verfügung stehen und Mitwissende, Mitertragende werden, falls gewünscht (das kann auch über den Tod hinausreichen).
Niemand kann mit einem Sterbenden mitsterben, aber in langen Zeiten des Schweigens wird das eigene Leben bewusster, vertiefter.

Ehrenamtliche, die sich dieser hohen Aufgabe stellen wollen, werden in einer Gruppe vorbereitet, z.Zt. an zwei Wochenenden und an einem Abend pro Monat. Sie werden im Vorfeld gefragt und auf Wunsch begleitet, abgelöst, ihrerseits betreut.
Außer der Begleitung einer/s Sterbenden können aber auch ganz andere Aufgaben übernommen werden wie Einkäufe erledigen, Kinder hüten, Hol- und Bringdienste, Vermittlungsdienste, mal im Haushalt helfen und was sonst noch nach Absprache notwendig ist. (Dennoch sind wir weder Pflege- noch Hauspersonal.) Auch Verwaltungs- oder Pressedienste für den Hospizverein fallen an.

Armin Horat sagt nach 20 Jahren ehrenamtlicher Hospiztätigkeit:

„Unser Begleitdienst wird sehr geschätzt und dankbar entgegengenommen. Wir wissen die Zeichen des Dankes und der Anerkennung zu schätzen. Es ist bei unseren Einsätzen jedoch selten ein einseitiges Geben, sondern immer wieder stellen wir fest, wie wir selbst gewinnen können. Das stille Verweilen beim Sterbenden erinnert uns an die Vergänglichkeit unseres eigenen Lebens, veranlasst uns, unseren Weg zu überdenken und fördert unseren eigenen Reifungsprozess.“

Die Fort- und Weiterbildungen werden bisher aus Spenden bezahlt und auch anfallende Kosten, nach Absprache. Wir stehen für Anfragen und Einzelgespräche zur Verfügung.

In unserem Beratungszimmer im Roggenmarkt 16, 59368 Werne haben wir z.Zt. dienstags 15-17h und donnerstags 10-12h feste Sprechzeiten eingerichtet.

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